BALOO

MORSA

Die Reise begann nicht mit Baloo.

2022 startete ich meine Solo-Weltumsegelung mit Morsa, einer umgebauten Brasser 28, die auf etwa 31 Fuß erweitert wurde. Ein kleines Stahlboot mit Charakter, wenig Komfort und Technik, dafür umso mehr Persönlichkeit.

Morsa war robust, ehrlich und genau das richtige Boot, um einfach loszufahren. Ohne perfekten Plan. Ohne riesiges Budget. Aber mit der Idee, die Welt unter Segeln zu entdecken.

Mit ihr überquerte ich die größten Ozeane dieser Erde, lernte den Alltag auf See kennen und verstand schnell, dass eine Weltumsegelung aus weit mehr besteht als türkisfarbenem Wasser und perfekten Sonnenuntergängen. Schlafmangel, technische Probleme, Stürme, Improvisation und endlose Nächte alleine auf dem Ozean wurden plötzlich Teil des Lebens.

Doch je weiter die Reise führte, desto deutlicher wurde auch:
Für ein dauerhaftes Leben und die langfristige Vision dieser Reise brauchte ich ein anderes Boot.

Ein Boot mit mehr Platz, mehr Reserven und mehr Möglichkeiten für lange autarke Passagen. Der nicht reparable Motorschaden im Pazifik zwang mich schlieslich zum handeln.

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BALOO

valiant 40 solosailing

So kam schließlich Baloo in mein Leben.
Eine Valiant 40, gefunden mitten im Pazifik auf den Fidschi-Inseln.

Die Valiant 40 gilt unter Langfahrtseglern als echte Blauwasser-Legende. Entwickelt für lange und anspruchsvolle Passagen, gebaut für schwere Bedingungen und gemacht für Menschen, die nicht nur von Freiheit reden, sondern tatsächlich hinaus auf den offenen Ozean wollen.

Genau das machte Baloo für mich so besonders.

Der Kauf des Bootes wurde dabei zu einem der wichtigsten Momente der gesamten Reise. Denn möglich wurde er vor allem durch die unglaubliche Unterstützung der SoloSailing-Community und der Crowdfunding-Kampagne.
Ohne euch würde Baloo heute vermutlich immer noch irgendwo in Fidschi vor Anker liegen.
Dafür bin ich unendlich dankbar.

Jeder einzelne Unterstützer hat mitgeholfen, aus einer verrückten Idee Realität werden zu lassen und dieser Reise ein neues Kapitel zu schenken.

In Kürze liegt Baloo in Indonesien und steht vor dem wahrscheinlich größten Umbau des gesamten Projekts:
dem Wechsel auf einen rein elektrischen Antrieb.
Das Ziel ist ein möglichst unabhängiges und nachhaltiges Segelboot. Weniger fossile Brennstoffe, mehr Energie aus Sonne und regenerativen Quellen. Ein Boot, das besser zu der Art des Reisens passt, die ich mir für die Zukunft vorstelle.

Der Umbau ist technisch anspruchsvoll, voller Herausforderungen und gleichzeitig eines der spannendsten Projekte, die ich jemals begonnen habe. Baloo wird damit nicht einfach nur zum nächsten Boot dieser Reise. Sondern Schritt für Schritt ein Vorbild für modernes, nachhaltiges Langfahrtsegeln mitten auf den Ozeanen dieser Welt.

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